Das letzte Jahr war chaotisch

11 März 2009 von Ralf Schlieper | 34 views Kommentieren »
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Experteninterview mit Doreen Ewald von der Kurberatung Kurhilfe (http://www.kurhilfe.de)  zu Mutter-/Vater-Kind-Kuren

doreen-ewald.jpg Doreen Ewald

Rehacafé: Frau Ewald, Sie unterstützen Familien bei der Beantragung einer Mutter-Kind-Kur, Vater-Kind-Kur, Schwangerenkur, Kinderkur oder einer Familienkur. Worauf sollten Eltern bei der Beantragung einer Kur im Einzelnen achten?

Doreen Ewald: Bei Empfehlung durch den Arzt sollten Sie sich an eine Kurberatung wenden, die Ihnen in dem ganzem Vorgang unterstützend zur Seite steht, Tipps gibt und auch im Widerspruchsverfahren zur Verfügung steht. Dieses bieten private Kurberatungen oder auch caritative Einrichtungen an. Die benötigten Formulare erhalten Sie bei der Kurberatung oder der Krankenkasse. Die Kurberater können gezielt auf die Erkrankungen und auch die eigenen Bedürfnisse bei der Klinikwahl eingehen (weil sie viele Kliniken persönlich kennen) und sichern somit auch den Kurerfolg. Auch in der Kurnachsorge bekommen Sie Hilfe, damit Sie ihr Ziel langfristig erhalten.

Rehacafé: Medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter wurden im April 2007 zu Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Was hat sich Ihrer Meinung nach seit den Neuerungen im Bezug auf die Mutter-/Vater-Kind-Kuren verändert?

Doreen Ewald: Es ist schwieriger geworden, seine Rechte einzufordern.

Rehacafé: Mit welchen Problemen werden Eltern ihrer Erfahrung nach häufig konfrontiert?

Doreen Ewald: An oberster Stelle natürlich der Wirrwarr in der Antragstellung, des Weiteren in der Klinikauswahl. Viele Eltern resignieren bei einer Ablehnung.

Rehacafé: Welche Entwicklungen hat der Bereich der Mutter-/Vater-Kind-Kuren erfahren?

Doreen Ewald: Letztes Jahr war chaotisch. Viele kurbedürftige Eltern hatten nach erfolgreicher Genehmigung lange Wartezeiten auf einen Kurplatz hinnehmen müssen. Die Kapazitäten in den Kliniken, vorzugsweise an der See, waren frühzeitig ausgeschöpft. Somit konnten viele Mütter nicht zeitnah ihre Kur antreten, so dass eine Verschlimmerung der Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen eintrat. Eltern, die im Berufsleben stehen haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren, wenn Sie zur Kur fahren. Viele nutzen daher die Angebote über die Feiertage wie Weihnachten. Das ist aber nicht jeder Familie möglich.

Rehacafé: Wo sehen Sie noch Änderungsbedarf, was sollte sich ihrer Meinung nach
verändern oder verbessern?

Doreen Ewald: Schnellere Bearbeitungszeit bei den Krankenkassen und zeitnaher Kuraufenthalt wären wünschenswert. Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Eltern ein Jahr im Voraus ihre Kur planen müssen. Wenn jemand erschöpft und erkrankt ist, braucht er zeitnah Hilfe. Dieses Jahr ist ein Antragsrückgang zu verzeichnen.

Die Kurberatung kurhilfe.de hilft kostenlos bei der Beantragung und Vermittlung von Mutter-/Vater-Kind-Kuren, Familienkuren und Kinderkuren, kümmert sich um Formalitäten wie Antragstellung, Platzreservierung in der Klinik, Unterstützung bei einem eventuellen Widerspruch sowie der Nachbetreuung von Familien. Weitere Informationen und den Kontakt des Kurberaterteams von kurhilfe.de erhalten Interessierte unter http://www.kurhilfe.de

Rehacafe.de: Gemeinsam aktiv werden für Gesundheit.

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