Angst und Angstzustände

3 Mai 2012 von Kursanatorium Dr. Fehrenbach | 8 views 1 Kommentar »

Angst und Angstzustände

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Den Ausführungen mag ein Wort von Axel Munthe vorausgehen: Die Seele braucht mehr Raum als der Körper.

Ausdruck der Angst

Ausdruck der Angst - Urheber: Victor Bezrukov - Lizenz: cc-by-2.0

Der aufmerksame Leser wird sich fragen, ob Angst denn überhaupt eine Krankheit, nicht nur ein normaler Gemütszustand im Auf und Ab des menschlichen Seelenlebens sei! Er hat insofern recht, als Angst zum menschlichen Leben gehört wie Freude und Ärger, Vergnügen und Verdruss. Die Angst ist ein Schutzmechanismus gegen heraufziehende Gefahren, gegen äußere und innere Verwundungen, gegen das Schlimmste im Leben eines Menschen, gegen die Bedrohung durch den Tod. Die Angst ist einem Warnsignal vergleichbar, einer roten Ampel, die immer dann aufleuchtet, wenn Gefahr von außen droht oder Wagnis aus persönlichem Übermut die persönliche Sicherheit preisgibt. In diesem Sinn wäre letztlich die Angst etwas Positives, gewissermaßen der stets gegenwärtige Schutzengel eines Individuums, Symptom eines normalen Warnsystems im menschlichen Dasein.

Erst wenn die Angst in uns ein Eigenleben führt, wenn sie sich in unserer Gefühlswelt zu einem nicht mehr greifbaren Ungeheuer entwickelt, wird sie zur behandlungsbedürftigen Störung.

Zwei Angstvarianten versinnbildlichen den Seelenzustand des Betroffenen. Einmal die Angst vor der Einsamkeit, dem Alleingelassen werden, der Schutzlosigkeit, die »Platzangst«. Weite und große Plätze, Dunkelheit und Stille, leere Straßen und einsame Wälder aktivieren diese Angst der Verlassenheit und steigern sie oft zu panikartigen Zuständen. Der leere Platz wird zum Symbol der Unsicherheit, öffnet den Blick in eine ungewisse Zukunft.

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Insektenstiche und allergische Reaktionen

30 April 2012 von Kursanatorium Dr. Fehrenbach | 1 views 1 Kommentar »

Insektenstich

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

In unseren Breitengraden handelt es sich fast ausschließlich um Bienen-, Wespen- und Mückenstiche, die zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen. Um den Stichkanal bildet sich eine deutlich abgegrenzte Rötung und Schwellung, während der Stich selbst einen brennenden Schmerz hervorzurufen pflegt.

Bienenstich

Bienenstich - Bild-Urheber: SuperManu; Edit by Waugsberg (color correction) - Lizenz: GFDL and Creative Commons CC-BY-SA-2.5

Im normalen Verlaufsfall sind diese unangenehmen Sommerzwischenfälle Bagatellbelästigungen. Ärztlicher Beistand ist nicht notwendig.

Nur in extrem seltenen Fällen kommt es zur allergischen Reaktion, zu Unverträglichkeitserscheinungen. Die Auswirkungen sind dann dramatisch. Mit Abfallen des Blutdrucks trübt sich das Bewußtsein ein, eine fahle Blässe überzieht das Gesicht, kalter Schweiß bedeckt die Körperoberfläche, Hände und Füße werden kalt, der frequente Puls ist kaum noch zu tasten. Ein Weiten der Pupillen zeigt höchste Lebensgefahr an. Der allergische Kreislaufschock auf unverträgliche Fremdstoffe gehört zu den bedrohlichsten Krankheitsbildern der Notfallmedizin.

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Heuschnupfen

30 April 2012 von Kursanatorium Dr. Fehrenbach | 3 views Keine Kommentare »

Heuschnupfen

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Der Heuschnupfen ist eine allergische Überempfindlichkeitsreaktion, die sich in Form entzündlicher Vorgänge an den Schleimhäuten der Nase und den Augenbindehäuten abspielt. Auslösende Ursache sind während der Baum- und Gräserblüte Blütenstaub und Blütenpollen.

Verschiedene Pflanzenpollen

Verschiedene Pflanzenpollen - Urheber: Dartmouth Electron Microscope Facility, Dartmouth College - Lizenz: gemeinfrei

Die Erscheinungen sind außerordentlich unangenehm und lästig: Brennen und Tränen der Augen sowie Absonderung eines dünnflüssigen Sekrets aus der Nase.

Das Beste ist die rechtzeitige Desensibilisierung mit entsprechenden Seren durch den Facharzt. Zur Überbrückung der saisonalen Leidenszeit läßt sich oft Cortison nicht umgehen.

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Ekzeme

27 April 2012 von Kursanatorium Dr. Fehrenbach | 8 views 1 Kommentar »

Ekzematische Erkrankungen

von Dr. med. Mathäus Fehrenbach (Facharzt für Allgemeinmedizin, Badearzt, Naturheilverfahren)

Neurodermitis bei einem Kleinkind.

Neurodermitis bei einem Kleinkind: Atopisches Ekzem (Bildnachweis: Fotograf: Bernd Untiedt; Lizenz: GNU-FDL; 2003)

Unter Ekzem verstehen wir Hautveränderungen, die mit Rötung, Nässen, Bläschen-, Knötchen- und Krustenbildung einhergehen können. Wir unterscheiden zwischen akuten und chronischen Formen. Das akute Ekzem ist durch Rötung, Nässen und Bläschenbildung gekennzeichnet, während bei der chronischen Form eine Verhärtung der Haut mit Vergröberung der Hautfältelung im Vordergrund steht. Beide Verlaufsformen sind häufig von einem quälenden Juckreiz begleitet. Die Ursachen eines Ekzems sind mannigfaltig und die Erscheinungsformen so vielgestaltig, daß im Rahmen dieses Buches nur die groben Umrisse skizziert werden können. Wir unterscheiden drei große Gruppen ekzematischer Erscheinungen, wobei mit Nachdruck festgestellt werden muß, daß Mischformen dieser Gruppen nicht nur möglich, sondern häufig sind.

1. Das allergische Ekzem ist als Abwehrvorgang der Haut auf einen Fremdstoff der Außenwelt anzusehen, z. B. Blütenpollen, Hausstaub, bestimmte Nahrungsmittel, Gewürze, Chemikalien, Medikamente usw. Die Zahl der auslösenden Stoffe ist unübersehbar. Aufgabe des Patienten sollte sein, durch Tagebuchaufzeichnungen und genaue Beobachtung dem auslösenden »Allergen« auf die Spur zu kommen. Der Facharzt ist bestrebt, durch den sog. Läppchenhauttest die verursachende Substanz zu ermitteln.

2. Das endogene, anlagebedingte Ekzem ist durch seine lange Vorgeschichte, die bis in das Säuglingsalter zurückreichen kann (Milchschorf), gekennzeichnet. Symmetrische Anordnung der Hauterscheinungen, Zeichen nervös-vegetativer Labilität, lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein endogenes Ekzem schließen. Psychische Einflüsse können ekzematische Schübe auslösen. Häufig sind die Hauterscheinungen von Asthma, Darmstörungen im Sinne eines Reizkolons, Bindehaut- und Nasenschleimhautentzündungen begleitet.

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Alterungsrückstellungen in der Privaten Krankenversicherung (PKV)

27 April 2012 von Ralf Schlieper | 1 views 1 Kommentar »

Altersrückstellungen in der PKV

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (= GKV) wird in der privaten Krankenversicherung (= PKV) schon bei Kalkulation der Tarife ein zusätzlicher Sparbeitrag für das Alter eingerechnet. Da ein Versicherungsverlauf über 50 und mehr Jahre andauern kann, sind solche Kalkulationen eher mit Kaffeesatzlesen vergleichbar. Dazu muss man sich nur einmal die Beitragssteigerungen der letzten 50 Jahre in der PKV und in der GKV anschauen.

In unserem Gesundheitswesen gibt und gab es nur eine Richtung, Steigerung der Kosten durch „den medizinischen Fortschritt“.

PKV Tarife, die vor 50 Jahren kalkuliert wurden, hatten als Kalkulationsgrundlage die damaligen Sterbetafeln, die jedoch heute veraltet sind. Diese rasante Entwicklung konnte nicht vorausgesehen werden. Der Gesetzgeber musste immer häufiger und in immer kürzeren Zeitabständen regulierend eingreifen, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Das Gesundheitssystem behielt in diesem Wettlauf stets die Oberhand.

Es gibt mehrere Gründe für die rapide ansteigenden Beiträge in der Krankenversicherung (=KV). In der GKV wurden Leistungen gekürzt oder sogar ganz gestrichen (Brille, Zahnersatz etc ). Das ist in der PKV ungleich schwieriger, da die Anbieter Leistungen nicht einseitig kürzen oder streichen dürfen. Da bleibt nur das Instrument der Beitragsanpassung nach oben.

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