Kieferorthopädie bei Kindern in der Privaten Krankenversicherung

von | 9. Dezember 2018

Die Kieferorthopädie hat innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte einen sehr großen Aufschwung erlebt. Dies lässt sich anhand gestiegener Behandler-Zahlen der vergangenen zehn Jahre ersehen, die von 2100 auf 3000 angestiegen sind.

Allein die gesetzlichen Krankenversicherungen gaben 2014 inclusive Materialkosten knapp eine Milliarde Euro für kieferorthopädische Behandlungen aus, obwohl die Kosten nur bei erheblichen Fehlstellungen der Zähne übernommen werden. Außerdem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur für Kinder bis zum 18. Lebensjahr.

Dagegen können die Leistungen für Kieferorthopädie der Privaten Krankenversicherungen schon eher überzeugen. Dennoch ist bei der Wahl eines geeigneten privaten Krankenversicherungsunternehmens Vorsicht geboten. Denn im Gegensatz zu den Gesetzlichen Krankenversicherungen, bei denen das Leistungsspektrum annähernd gleich ist, gibt es im Bereich der privaten Anbieter schon erhebliche Unterschiede, die man ohne fachliche Unterstützung eines fundierten Versicherungsvergleichs nur schwer nachvollziehen und unterscheiden kann.

Da die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung schnell mehrere Tausend Euro erreichen können, sollten Eltern frühzeitig daran denken, dass sie für ihren Nachwuchs eine private Krankenversicherung wählen, die auch im Bereich der Kieferorthopädie hervorragende Leistungen bietet.

Befestigung von Brackets

Befestigung von Brackets – (C) Creative Commons, Fotograf Håkan Svensson

Die meisten dieser Behandlungen beginnen im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren. Wenn das Kind eine Vollversicherung in der Privaten Krankenversicherung hat, kann es durchaus vorteilhaft sein, über einen Wechsel in ein anderes Unternehmen nachzudenken, da bei den Tarifen für Kinder keine Alterungsrückstellungen gebildet  werden. Selbstverständlich sollte das Kind gesund sein. Ab einem gewissen Alter versichern die meisten Privaten Krankenversicherungen Kinder auch allein. Für Kinder, die gesetzlich versichert sind, besteht die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung genau für den Bereich Kieferorthopädie bei einem privaten Unternehmen abzuschließen.

Es sollte im Gesamtkontext  erwähnt werden, dass die Kieferorthopäden seit geraumer Zeit darauf hinweisen, dass die Leistungen, die die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, nicht mehr den modernen Standards einer kieferorthopädischen Behandlung gerecht werden. Denn im Bereich der kieferorthopädischen Versorgung sind in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht worden. Die Kosten für eine an modernen Standards orientierte Behandlung werden jedoch von den Gesetzlichen Krankenversicherungen i.d.R. nicht übernommen.

Die Quintessenz ist, dass gerade Eltern heranwachsender Kinder und Jugendlicher sich rechtzeitig und umfassend informieren sollten. Dabei sollten sie sich kompetenter und fachlich versierter, unabhängiger Unterstützung bedienen.