Zähneknirschen in der Nacht – was hilft?

By | 6. Dezember 2018

Was genau passiert beim Zähneknirschen?

Aufbissschiene / Knirscherschiene

Aufbissschiene / Knirscherschiene – Bildlizenz (C) Julia Kraus

Beim Zähneknirschen, auch Bruxismus genannt, werden ungeahnte Kräfte geweckt. Eine Kraft von 100 kg/cm², das acht- bis zehnfache als beim Kauen, wirkt auf den Kiefer ein. Dies verursache Verspannungen im Nacken und kann zu Schmelzrissen und Brüchen in der Zahnsubstanz kommen. Dies hat zur Folge, dass sich das Zahnfleisch abbaut und die Kieferknochen verstärkt belastet werden.

Bei einer langfristigen Belastung entstehen neben Muskelverspannungen sogar Verhärtungen in der Wirbelsäule.

Wie entsteht das Zähneknirschen?

Beim Zähneknirschen werden Ober- und Unterkiefer fest zusammengepresst und unter Anspannung gehalten. Untersuchungen der Bundesärztekammer haben ergeben, dass jeder Zehnte eine Behandlung seiner Zähne benötigt (Quelle: Spiegel Online), um die Folgen des Knirschens zu verhindern.

Oft liegt das Problem darin, zu erkennen, dass Sie nachts mit den Zähnen knirschen. Aufgrund des enormen Drucks haben Patienten mit Bruxismus am Morgen Kopf- und Kieferschmerzen. Die Folgen davon zeigen sich erst nachträglich beim nächsten Zahnarztbesuch. Die Kauflächen reiben sich ab und zudem bilden sich feine Linien im Zahnschmelz, auch Schmelzrisse genannt.

Warum knirschen Menschen mit den Zähnen?

Den genauen Grund dafür haben Ärzte noch nicht im Detail herausfinden können. Natürlich gibt es einige offensichtliche Gründe:

  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Stress im Privaten sowie im Beruf
  • Soziale Aspekte
  • Oder psychosomatische Probleme

Ob genetische Faktoren eine Rolle spielen können, ist bis heute ungeklärt. Grundsätzlich kann beim Zähneknirschen nicht immer von etwas schädlichem gesprochen werden. Schlafforscher fanden heraus, dass einige Menschen das Knirschen als Ventil nutzen, um Entlastung zu schaffen (Quelle: welt.de). Dies beugt neuen Problemen vor und kann in einigen Fällen reanimierend wirken.

Bei zu starkem Zähneknirschen kann jedoch nicht mehr von einer Entlastung gesprochen werden – es muss eine Behandlung zur Behebung des Problems begonnen werden.

Maßnahmen zur Verbesserung des Knischens?

Zur Bekämpfung des Knirschens erhalten Patienten für Ihre Zähne eine durchsichtige Kunststoffschiene, die verhindern soll, dass Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen und weitere Schäden verursachen. Oft reicht eine solche Schiene schon aus, um das Knirschen zu unterbinden und die Zähne langfristig zu schützen.

Richtiges reinigen der Kunststoffschiene?

Die Kunststoffschiene lässt sich ganz einfach reinigen. Entweder Sie putzen Sie morgens nach dem Zähneputzen einfach mit Ihrer Zahnbürste und Ihrer Zahnpasta, oder Sie kaufen sich Reinigungstabs und reinigen so ohne großen Aufwand untertags ihre Schien und können Sie so am Abend frisch und gereinigt für den Schlaf einsetzten.

Sollten Sie selbst nicht immer an die Schiene denken, hier ein kleiner TIPP: Legen Sie den Schienenbecher direkt neben Ihre Zahnbürste, so können Sie am Abend nach dem Zähneputzen kaum umhin sie mit ins Schlafzimmer zu nehmen.

Autorin: Julia Kraus (Online-Redakteurin)