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31.08.2009  |  3. Symposium Lunge am 3.10.2009 - “COPD und Lungenemphysem”

Welches sind die entscheidenden Therapiesäulen? -

Von der Prophylaxe bis zur operativen Behandlung

Samstag, 3. Oktober 2009 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Henrichshütte
– Gebläsehalle –
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen/Ruhr

Mitte September 2008 fand in Hattingen/Ruhr das Symposium Lunge 2008 statt. Die von den Patientenorganisationen COPD-Deutschland e.V., SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland und Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto: "COPD und Lungenemphysem – Leben mit der Krankheit – Was kann man tun?"

Das Symposium wurde von Patienten für Patienten veranstaltet. Die knapp 1.700 Besucher, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, sprechen für die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Thema "Volkskrankheit COPD".

Aufgrund der Erfolge der bisherigen Veranstaltungen wird am 3. Oktober 2009 das 3. Symposium Lunge stattfinden.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf, die Diagnose und die Behandlung ist allerdings sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig evtl. Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter von 45 bis 60 Jahren –, aber auch bei Frauen – evtl. sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern - auf. Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt; das wären rd. 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Als die Erkrankung auslösende Risikofaktoren werden in solchen Fällen genetische Vordispositionen, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit genannt. Sowohl eine COPD als auch ein Lungenemphysem können nicht geheilt werden.

Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Therapie sind eine Milderung der Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – und der Versuch, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, mindestens aber zu verlangsamen. Der Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich. Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems entsteht eine Atemnot schon bei leichter körperlicher Belastung. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie. Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient kommt.

Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mitverantwortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Dies setzt allerdings ein angemessenes Wissen über den Umgang mit der Erkrankung seitens des Patienten voraus. Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2009 stehen die entscheidenden Therapiesäulen, angefangen von der Prophylaxe und den möglichen Ursachen bis zur medikamentösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Maßnahmen und zum Lungensport. Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor (Praxis und Klinik); hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit einer COPD; so Jens Lingemann Initiator und Organisator des 3. Symposiums-Lunge.

Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist also wieder das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge 2009.

Das Symposium Lunge 2009 ist – wie schon im Vorjahr – eine gemeinsame Veranstaltung der drei Patientenorganisationen - COPD-Deutschland e.V. - Selbsthilfegruppe Lungenemphysem - COPD Deutschland - Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Diese Patientenorganisationen sehen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem breiten Angebot von Informationen für Patienten mit einer COPD oder einem Lungen-emphysem. Sie unterhalten zurzeit über 70 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet. Die Referenten sind namhafte Lungenfachärzte aus Kliniken und Praxen sowie Vertreter der Patientenorganisation, die das Symposium veranstalten.

Themen, die auf dem Symposium Lunge 2009 behandelt werden:

> Die Krankheitsbilder COPD und Lungenemphysem Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Prof. Dr. med. Teschler

> Hauptursache von COPD und Emphysem ist das Rauchen Nichtraucherprävention und Tabakentwöhnung bei COPD '
Dr. med. Thomas Hering

> Alpha – 1 – Antitrypsinmangel als mögliche Ursache des Emphysems
Prof. Dr. med. Claus Franz Vogelmeier

> Der COPD/Emphysem-Patient in der ambulanten pneumologischen Praxis
Norbert K. Mülleneisen

> Der COPD/Emphysem-Patient in fachstationärer Behandlung
Prof. Dr. med. Kurt Rasche

> Notwendigkeit der Verordnung der Sauerstoff-Langzeittherapie und Umsetzung der Therapie durch den Patienten
Prof. Dr. med. Susanne Lang

> Die nichtinvasive Beatmung; welche Patienten profitieren davon?
Prof. Dr. med. Dieter Köhler

> Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion bei verschiedenen Formen des Lungenemphysems
Prof. Dr. med. Helgo Magnussen

> LVR vor LTX? Lungentransplantation ultima ratio?
Prof. Dr. med. Georgios Stamatis

> Lungensport bei schwerer COPD – welche Möglichkeiten gibt es?
Prof. Dr. med. Heinrich Worth

Tagungspräsident des 3. Symposiums Lunge ist in bewährter Weise Prof. Dr. med. Teschler von der Ruhrlandklinik in Essen.

Im Rahmen des Symposiums Lunge 2009 werden außerdem zwei Workshops zum Erfahrungsaustausch für Angehörige von (schwer kranken) COPD- und Lungen-emphysem-Patienten angeboten. In dem einen Workshop lautet das Thema: "Ratschläge zur Bewältigung der Alltagsprobleme eines COPD-Patienten", in dem anderen Workshop soll über das Thema: "Der psychologische Umgang mit einem COPD-Patienten" referiert und diskutiert werden.

Moderator in den beiden Workshops ist Dr. rer. pol. Helmut Berck, Vorsitzender der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Die Besucher des Symposiums haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung umfassend über gerätetechnische Innovationen, insbesondere über Sauerstoffversorgung, nichtinvasive Beatmung sowie über Atemtrainingsgeräte zu informieren. Es stellen sich außerdem einige Rehabilitationskliniken vor. Im Rahmen des Symposiums wird interessierten Besuchern unserer Veranstaltung außerdem die Möglichkeit geboten, umfassende Gesundheitschecks kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Tagesaktuelle Veranstaltungsinformationen können sie abrufen unter:
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/symposium-lunge-2009/symposium-lunge-2009.php

3. Symposium-Lunge Veranstalter: COPD – Deutschland e.V. Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2009 richten Sie bitte an die:

Organisationsleitung Koordinationsstelle der Selbsthilfegruppen Lungenemphysem-COPD Deutschland Jens Lingemann Lindstockstraße 30 45527 Hattingen Telefon: 02324 – 999 959 symposium-org@lungenemphysem-copd.de