Telemedizin - Was kommt da auf uns zu?

Die Forum-Gruppe enthält 1 Beiträge

Ist die Telemedizin ein Pferd, auf das man für die Zukunft setzen sollte oder wird viel zu groß davon geredet?

Wer hat eigentlich Vorteile und wie groß werden diese sein?

Welche neuenFormen der Vernetzung von Ärztewissen sind möglich?

Mehr zum Thema Telemedizin hab ich hier gefunden: http://fiftiesnet.de/index.php?option=com_content&view=article&id=148:telemedizin-medizin-der-zukunft&catid=7:thema-der-woche&Itemid=51

Vielleicht könnt ihr ja auch auf den Artikel Bezug nehmen, damit ich weiß, wie \"glaubhaft\" er ist...

Viel Spaß beim Diskutieren in der Gruppe!
Gruppen Moderator: FrankBarella
  • Es kommt drauf an, wie es angewendet wird ginkyo

    geschrieben von ginkyo am 24.02.2012 | 10:56
    Lesen  
    Ich glaube, dass die Telemedizin eine weitere Option darstellt. Sie kann im Einzelfall sicher eine gute Ergänzung sein oder hier und da neue Wege eröffnen.
    Ich kann mir zB vorstellen, dass damit auch eine Art virtueller Hausbesuch möglich wird und sozusagen Hausbesuche wieder -wenn auch per \'Bildschirm\' - stattfinden können. Oder eine Intervention in Krisen, als Option für 112-Dienste usw usf.

    Aber: Ich glaube, dass die Frage ob das denn letztlich ein Segen sein wird, davon abhängt mit welchem Geist oder Motiv das gemacht wird. Um besseren Dienst zu erbingen oder um Kosten zu sparen oder den KK-Mitgliedern neue Abos hinzuzufügen.

    Der einfache direkte menschliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen. Und auch mit der bisherigen Technik - die ja auch schon sehr fortgeschritten ist - gibt es gute und schlechte \'Dienstleister\' am Menschen.

    Ich schreibe das gerade in bezug auf eine kürzliche gemachte sehr negative Erfahrung. Einer meiner guten Bekannten hat im Laufe der Zeit mental immer weiter abgebaut und auch meine vielen Hinweise an ihn selbst an das Umfeld etc konnten ihn nicht bewegen, den Arzt zu wechseln oder zusätzliche Untersuchungen auf eig Faust machen zu lassen. Teilweise aufgrund Trägheit, Vertrauem auf seinen Hausarzt, aber wg einer Angst als Mensch mit kleiner Rente 10 euro Strafe für Arztwechsel aufgebrummt zu bekommen. Nach weiterer Verschlechterung und Stürzen wird diese Person schliesslich zu einer hilflosen Person in seiner Wohnung ist erst nach anderthalb Tagen gefunden. Und erst dann wachen alle auf. Es findet eine neurolog. Untersuchung statt. Und alles was ich vermutet hatte bestätigt sich. Eine OP findet statt und innerhalb weniger Tage erkenne ich jemand in alter Frische und mental sozusagen wiederauferstanden.
    Wie kann es sein, dass ich als Laie über ein Jahr all dies bemerke aber der Hausarzt dies nicht bzw dies wohl desinteressiert als Alterserscheinung abtut oder abtun kann (!). Vielleicht auch weil er selbst unter Kostenspardruck steht und Untersuchung vermeiden will. Ich weiss es nicht.
    Mit Telemedizin wäre sicher die Hilflosigkeit eher bemerkt worden. Aber vielleicht wäre der Besuch beim Hausarzt des Bekannten zuvor schon von 15 Minuten real auf 5 Minuten Bildschirm und ein paar Messwerte reduziert worden. Und der Bekannte hätte dies auch reduziert, weil der jede Bildschirmleistung extra als Premium zahlen muss.
    Ich will einfach sagen, dass die Frage ob eine Technik etwas bringt in hohem Masse davon abhängt wie sie und aus welchen Motiven sie eingesetzt wird. Gesundheit ist auch eine Frage von sozialer Gesundheit und Technik allein macht noch keine Gesundheit.
    Ich selbst würde mir Telemedizin als Option für wenige spezielle Fälle wünschen, aber nicht als New way of med.
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